Erfolgreiche Eingliederung in Arbeit



Erste Kreisbeigeordnete zieht positive Bilanz der Vermittlungsarbeit


(Rotenburg, 09. März 2010).  „Hallo Herr Hollstein“ begrüßt Marina Flach ihren Falllmanager von der „Kommunalen Vermittlung in Arbeit“ des Landkreises. An sich nichts Ungewöhnli-ches. Udo Hollstein ist Fallmanager für Rehabilitanden und Menschen mit Behinderungen. Und Frau Flach ist blind, von Geburt an. Dass Marina Flach „ihren“ Fallmanager an der Stim-me erkannt hat, deutet die neue Erste Kreisbeigeordnete Elke Künholz überaus positiv: „Ein Indiz dafür, wie eng das Betreuungsverhältnis bis zur erfolgreichen Eingliederung in Arbeit gewesen ist“.


Die Vizelandrätin hat gemeinsam mit Herrn Hollstein und dem Personalleiter des HKZ, Gerhard Mutter, die junge Frau an ihrem Arbeitsplatz aufgesucht. Frau Flach ist Kauffrau für Bürokommunikation. Ihre berufliche Qualifikation hat sie im Berufsbildungswerk für Blinde und Sehbehinderte in Soest erworben. Trotz zahlreicher Bewerbungen konnte sie jedoch kei-nen Arbeitsplatz finden, so dass sie sich zu einer 10 Monate dauernden Weiterbildung zur medizinischen Schreibkraft entschloss.




Mit dieser Vorgeschichte kam Frau Flach zur Kommunalen Vermittlung in Arbeit des Land-kreis Hersfeld-Rotenburg, der den Integrationsfachdienst Bad Hersfeld (IFD) zur Unterstüt-zung der Vermittlungsbemühungen einschaltete, direkten Kontakt zu Arbeitgebern aufnahm, diese mit der Behinderung vertraut machte und über die Möglichkeiten der Unterstützung mit technischen und finanziellen Hilfen aufgeklärte. Im HKZ in Rotenburg gab es eine Chance, einen Arbeitsplatz zu schaffen. Innerhalb kürzester Zeit waren die Voraussetzungen geschaf-fen und Frau Flach konnte zum 01. Februar 2010 ihren Arbeitsvertrag unterschreiben.


Hervorragend zusammen gearbeitet haben in diesem Fall die Kommunale Vermittlung in Arbeit des Landkreises, die Agentur für Arbeit Bad Hersfeld und der IFD. Dieses Beispiel soll auch anderen Menschen mit Behinderungen Mut machen, für ihre Ziele zu kämpfen, erklärte Erste Kreisbeigeordnete Künholz.


Arbeitsvermittlung und Fallmanagement für Kunden mit für den Arbeitsmarkt relevanten ge-sundheitlichen Einschränkungen und Schwerbehinderungen erfolgt weiterhin fachdienstüber-greifend für den gesamten Landkreis im „Fachdienst Rotenburg/Bebra“ in der Außenstelle Bebra. Im Jahr 2009 wurden in diesem Bereich 166 Kunden betreut. Als Bilanz nannte Kün-holz die Zahlen:


 49 Personen konnten erfolgreich betreut werden, so dass die Hilfebedürftigkeit im Sinne des Sozialgesetzbuchs (SGB) II nicht länger gegeben war.
 Weitere 14 Personen konnten in den ersten Arbeitsmarkt vermittelt werden, aller-dings mit ergänzenden Leistungen durch den Landkreis Hersfeld-Rotenburg
 Für 48 Personen wurden Anträge auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (beruf-liche Reha), Anträge auf medizinische Reha-Maßnahmen oder auf Erwerbsminde-rungsrente bei den zuständigen Trägern gestellt, über diese Anträge war Ende 2009 noch nicht entschieden.
 Drei Personen haben im Rahmen von Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben eine Umschulung begonnen.


Arbeitgeber und motivierte Mitarbeiter


Für Arbeitgeber kann es interessant sein, schwerbehinderte Menschen in ein versicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis zu übernehmen. Viele Arbeiten können durch Menschen mit Behinderung ebenso gut erledigt werden, wie durch nicht behinderte. Dabei ist zu berücksichtigen, dass behinderte Menschen die wenigen Chancen, die sie bekommen auch mit aller Macht nutzen wollen und so mit einem Maß an Motivation und Engagement an die Arbeit ge-hen, wie es ansonsten sicher nicht immer gegeben ist.


Die Kommunale Vermittlung in Arbeit des Landkreis Hersfeld-Rotenburg ist gerne bereit, Arbeitgeber durch die Mitarbeiter im Bereich Rehabilitation und Schwerbehinderung bei der Eingliederung von behinderten Menschen in Arbeit zu beraten und zu informieren. Als kompetenter Ansprechpartner steht Udo Hollstein in Bebra unter Tel. 06622/9139-6416 be-reit.