Immer weniger Langzeitarbeitslose



Quartalsbericht: Quote in der Optionskommune auf 4,41 Prozent gesenkt


(Bad Hersfeld, 30. Oktober 2008) Immer weniger Langzeitarbeitslose registriert die Optionskommune
Hersfeld-Rotenburg. „Im September lag die Quote bei 4,41 Prozent, ein Jahr zuvor
war sie noch bei 4,63 Prozent“, berichtete Erste Kreisbeigeordnete und Sozialdezernentin Christa
Bittner, als sie den Bericht der Optionskommune für das dritte Quartal 2008 vorstellte.


Entsprechend habe sich die Anzahl der Arbeitslosen Leistungsbezieherinnen und –bezieher gegenüber
dem Vorjahreszeitraum deutlich um durchschnittlich 153 Personen auf 2.750 verringert.
Hier sei eine sinkende Tendenz erkennbar, denn Ende September registrierte die Kommunale
Vermittlung in Arbeit nur noch 2.709 Personen. Dies ist bislang der niedrigste Wert, seit der
Landkreis die Langzeitarbeitslosen betreut.


Indes bleibt die Gruppe der erwerbsfähigen Hilfebedürftigen mit 5.389 Personen konstant. Darin
sind neben den Arbeitslosen auch die Personen erfasst, die bereits einer - aber zur Bestreitung
des Lebensunterhaltes unzureichenden - Erwerbstätigkeit nachgehen, noch die Schule besuchen,
in einer Maßnahme qualifiziert werden, die aufgrund der Gesundheitssituation vorübergehend
keiner Erwerbstätigkeit nachgehen können oder auch aufgrund Schulden- oder Suchtproblematik
zunächst intensiver flankierender Hilfen bedürfen.


Von daher wundere es nicht, dass im Vergleich zum September 2007 wiederum 114 Personen
mehr Leistungen erhielten, die das vorhandene Erwerbseinkommen aufstocken. Somit stieg im
September 2008 die Zahl der sogenannten „Aufstocker“ auf 1694 Personen. In diesem Kreis
fanden sich vor allem kinderreiche Familien wieder.


Die Anzahl der Integrationen in den 1. Arbeitsmarkt konnte bis zum Ende des 3. Quartals 2008
mit durchschnittlich 225 Integrationen je Monat gegenüber dem sehr guten Vorjahreszeitraum
nochmals verbessert werden. Allerdings standen den erfolgreichen Vermittlungen durchschnittlich
145 Neu-Zugänge in den Leistungsbezug im Monat entgegen.
„Wir müssen aber damit rechnen, dass künftig unsere Integrationszahlen rückläufig werden.
Einerseits stehen zur Vermittlung weniger Arbeitslose zur Verfügung, andererseits bestehen bei
den verbliebenen Langzeitarbeitslosen oft hohe Vermittlungshemmnisse, die vor einer erfolgreichen
Integration einen sehr hohen Beratungs- und Qualifizierungsbedarf erfordern“, erklärt Christa
Bittner.