Werkakademie in Rotenburg gestartet



Bessere Integrationschancen durch Dialog und konkrete Anleitungen


Seit einer Woche werden im Untergeschoss  der Außenstelle des Landratsamts in Rotenburg  Bewerbungen geschrieben, Erfahrungen ausgetauscht und Tipps weiter gegeben, denn seit dem 11. Februar trainieren elf Frauen und Männer, die seit langem arbeitslos sind, wie sie sich am besten einem möglichen Arbeitgeber präsentieren können. „Wir haben nach einem Vorbild aus Holland eine Werk-Akademie eingerichtet. In Rotenburg hat die Arbeit schon begonnen, in Bad Hersfeld startet sie am 3. März“, erklärt Erste Kreisbeigeordnete und Sozialdezernentin Christa Bittner.




Sieben Optionskommunen im Land Hessen arbeiten auf diese Weise, um ihren Klienten über Dialog und professioneller Anleitung bessere Integrationschancen zu geben. Vier Mal vier Stunden kommt die Gruppe in einer Woche zusammen. Über acht Wochen können Langzeitarbeitslose die Werkakademie in Anspruch nehmen, um eigene Kompetenzen wahrzunehmen sowie einzuschätzen und dadurch an Selbstvertrauen zu gewinnen.


„Das ist eine prima Einrichtung. In der Gruppe können wir uns gut austauschen und neue Informationen mit Hilfe der Anleiter schnell umsetzen“, lobt eine Teilnehmerin spontan die Werkakademie. Einmal in der Woche stellt der Unternehmensservice der Optionskommune Hersfeld-Rotenburg direkt in der Werkakademie  die neuen Stellenangebote vor. „Sich gleich auf die eine oder andere Stelle  zu bewerben, macht in der Gruppe mehr Spaß,  als wenn man sich alleine zuhause durch die Angebote wurstelt“, bestätigt ein Teilnehmer.




„Der positive Einfluss gruppendynamischer Prozesse ist einer der Fundamente der Werkakademie“, ist sich Bittner sicher. In Holland seien 30 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer direkt mit Abschluss der  Maßnahme wieder auf den ersten Arbeitsmarkt eingegliedert. Ein ähnlich gutes Ergebnis erwartet die Sozialdezernentin auch für die Optionskommune.