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Kurze Wege in Arbeit: Unter diesem Motto stellten von links die Coachs Wolfgang Engel und Michael Rimkus, die Erste Kreisbeigeordnete Christa Bittner und Projektleiter Markus Battenberg die neue Werkakademie in Bebra vor. Foto und Bericht von René Dupont Bericht: HZ 14.07.2009
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KaviAr hilft älteren Arbeitslosen Menschen auf dem Weg ins Arbeitsleben
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 Bebra. Michael Rimkus weiß, wie es sich anfühlt, tief zu fallen. Vor neun Jahren wurde die Firma verkauft, bei der der Bad Hersfelder Zahntechniker arbeitete. Plötzlich war er arbeitslos, am Ende auf Hartz-IV angewiesen. Doch den Kopf ließ er nie hängen. Jetzt ist er einer von zwei Coachs, die in der neuen Werkakademie "KAviAr - Kommunale Aktivierung in Arbeit" in Bebra älteren Arbeitslosen auf dem Weg zurück in die Arbeit helfen. |
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Seit 14 Tagen hat die Akademie im ehemaligen Zollgebäude am Bahnhof ihre Tore geöffnet. 28 langzeitarbeitslose Menschen sitzen, aufgeteilt in eine Vormittags- und eine Nachmittagsgruppe, in renovierten Räumen, an neuen Tischen mit neuen PC's. Sie lernen, wie man aktuelle Bewerbungen schreibt, sich bei einem Arbeitgeber vorstellt oder Stellenangebote im Internet auskundschaftet. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen bleiben für maximal acht Wochen in KAviAr.
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 Die neue Akademie ist Teil des Projekts "Perspektive 50plus", des Bundesprogramms "Perspektive 50plus - Beschäftigungspakte für Ältere in den Regionen", das seit 2008 im Landkreis läuft. "Wir setzen bei den Stärken der älteren Arbeitslosen an", erläuterte die Erste Kreisbeigeordnete Christa Bittner gestern bei der Vorstellung des Projekts. Zum Lernprogramm in der Akademie gehören auch Rollenspiele und Besuche in Betrieben. Wenn nötig, werden Stil- und Farbberater oder Schuldenberater eingebunden. Möglichst alle Stolpersteine auf dem Weg zur Arbeit sollen beseitigt werden.
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 "Der Kern ist die Gruppe. Die Mitglieder unterstützen sich gegenseitig. Das bringt sie ein gutes Stück voran", sagte Bittner. Sie dankte auch Bürgermeister Horst Groß für die Unterstützung der Stadt bei den Umbauarbeiten.
Projektleiter Markus Battenberg erklärte: "Wir wollen die Menschen motivieren, geistig und körperlich aktivieren." Ein Teilnehmer habe schon einen Termin für ein erstes Vorstellungsgespräch. Die Akademie soll auch Treffpunkt für Arbeitgeber und Arbeitnehmer sein. "Kurze Wege in die Arbeit", so laute das Motto, sagte Battenberg.
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 "In manchen Fällen ist es nicht leicht, Menschen, die schon drei oder vier Jahre arbeitslos sind, aus ihrer Grube herauszuholen", berichtete der 53-jährige Michael Rimkus. Manche haben noch nie einen PC bedient. Die Teilnehmer sind teilweise nicht oder nur gering qualifiziert. Die Coachs sind aber trotzdem optimistisch.
Michael Rimkus hat sich in seinem Büro eine - wie er sie nennt - Motivationswand gestaltet. Dort hängen zwei Bilder, die ihn beim Marathon-Laufen zeigen. Und die Botschaft der Bilder ist eindeutig: Mit ein bisschen Glück und ganz viel Kampfgeist kannst Du es schaffen. |
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